Reiseblog

2012 Südafrika

Tag 3


Der nächste Morgen beginnt mit Aufregung, denn Maria, Met-Toms Beifahrerin, startet ihren Tag mit einem Skorpionbiss auf der Poolliege. Der Arm wird dank unseres gut funktionierenden Medic-Teams vor der Amputation gerettet und man erfährt nicht nur, dass der Skorpion der gestochen hat relativ ungefährlich ist, sondern auch noch, dass er im dunkeln sogar leuchtet. Tja, hätte Maria sich mal gestern Nacht an den Pool gelegt…

Wir fahren von der Lodge aus zur Spielwiese der Riesen: Bulls Party. Eine absolut unwirkliche Gegend.

Die Berge in der Umgebung wurden von Wind und Wetter über Jahrmillionen immer weiter abgetragen. Heute schaut man hier auf hunderte und tausende gigantisch großer Steine. Wir setzen uns unter einen der riesigen Felsvorsprünge in den Schatten und hängen unseren Gedanken nach.

Das Ziel an Tag 2 (der Flugtag zählt nicht) ist ein einfaches Flusscamp ungefähr 200km entfernt. Der Weg zum Camp ist schnell gefunden, das Camp allerdings nicht. Wir fahren durch ein scheinbar verlassenes Himba-Dorf und durchqueren (zum ersten Mal in Allrad) ein trockenes, völlig versandetes Flussbett. Geil, wie man mit Allrad da durchpflügt…

Auf der anderen Seite angekommen ist… nichts.

Zurück im Dorf der Himba stellen wir fest, das es doch nicht vollkommen leer ist, wie es erst schien, und sehr freundliche Eingeborene beschreiben uns in sehr freundlich-gebrochenem Englisch den richtigen Weg zum Camp.
An der Rezeption angekommen erwartet uns eine Überraschung. Da jede Beschreibung hier vollkommen nichtssagend wäre, schaut selbst:

Das Camp wurde wohl schon 2002 aufgegeben. Nun ja… Wir drehen um und fahren aufs Geratewohl quer durchs Himbaland. Nur 30min entfernt entdecken wir Folgendes (wieder spottet der Anblick jeglicher Beschreibung (wie so oft hier)):

Der Smutje der Truppe (Met-Tom) zaubert aus Butternut (einem nur in Namibia erhältlichen unglaublich leckeren Kürbis), Kartoffeln, Fisch, geräuchertem Salz, Butter und anderen Ingredienzen, ein unglaubliches Abendessen und der Abend klingt, mit einer geflickten Gitarre, einem wolkenfreien, herrlichen Nachthimmel und viel, viel gutem Alkohol, entspannt aus. Wenn man unter entspannt fernes Tüpfelhyänen-Geheul und Gekichere versteht…

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