Reiseblog

2012 Südafrika

Tag 23

So, die schöne Zeit des Ausschlafens ist vorbei, es geht wieder auf die Piste. Die Fahrt über die Teerpiste ist langweilig. So langweilig, das Caro aus lauter Langeweile bei einem Überholvorgang fast in den Gegenverkehr rast. Zum Glück war die Straße breit genug und der LKW-Fahrer neben ihr so aufmerksam auf den Standstreifen auszuweichen, sonst wären wir jetzt um ein Team ärmer. Das war echt knapp. Gerade das wichtige Pokerteam. Das hätte Tränen gegeben. Aber es ist ja alles gut gegangen.

Kurze Zeit später sorgte unser Quotenmönch für Aufregung.

An einer Veterinärs Kontrolle steht ER: Der typisch deutsche Polizist: Machtgeil, kleinkariert, bürokratenärschig und unausstehlich arrogant.

 

In 20 Metern Entferneung stehen zwei Stoppschilder. Am zweiten Stoppschild wartet der Polizist. Horis lässt das Auto vor sich die Kontrolle passieren und rollt dann langsam zu dem Polizisten vor. Großer Fehler. Der Bulle blafft ihn an, ob er Straßenschilder lesen könne und warum er am ersten Stoppschild nicht angehalten hat. Wagen 2 (Team 1, Gisi und Alea), sowie Wagen 3 (Team 3, Tom und Maria) tun es Horis übrigens im selben Moment gleich. Der Polizist lässt Horis aussteigen und weist ihn an, ihm ins Büro zu folgen. Dort soll unser armer Bruder Retus 2000 Pular (ungefähr 200€) für jedes der drei Fahrzeuge bezahlen. Unser Mönch beruft sich auf den heiligen Vater und bietet dem armen Beamten wohl einiges unsittliches an, denn dieser lässt es am Ende der Diskussion bei einer Verwarnung und 200(!!) Pular für alle drei Fahrzeuge zusammen, bewenden. Ein verdienter Punkt für unser Ein-Mann-Erotikteam.

Die weitere Fahrt verläuft absolut ereignislos. Aufgrund von Krankheit meiner Beifahrerin (die dasselbe plagt, wie mich in der Nxaipan), fahre ich heute die 550km komplett alleine. Doch auch diese langen sieben Stunden gehen vorbei und wir erreichen unser Nachtquartier gegen frühen Abend.

Die Camp Site liegt direkt in der nähe der Bahnstrecke, hinter einem Schrottplatz. Oha, was hat uns der General denn da wieder ausgesucht. Doch auf dem Nachtplatz angekommen sind wir alle total begeistert. Eine alternativ aufgemachte offene Reethütte, in der gerade Highway to Hell läuft bildet den Mittelpunkt der Terrasse, auf der zwei Pools zur Verfügung stehen. Die Betreiber der Camp Site sind sehr jung und total nett. Die Reethütte ist von oben bis unten voll mit signierten T-Shirts, Flaggen und Postern. Die Musik bleibt rockig, alternativ. Ich glaube hier gefällts mir.

Das Abendessen, Schaschlikspiesse, frisches Gemüse und Eis zum Nachtisch, ist großartig. Direkt nach der Völlerei wird der Billiardtisch okkupiert. Gisi, Highli, Alea, Maria und ich zocken eine Runde nach der anderen. Highli und ich liefern uns ein Kopf-an-Kopf Rennen.

Trotz allem muss ich mich am Ende leider doch gegen den bärtigen Mann, mit seinem unverschämten Glück, geschlagen geben. Glückwunsch Highli, zwar vom Glück geküsster, aber trotzdem verdienter Sieger.

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